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Online Stelleninserate: So wecken Sie die Aufmerksamkeit neuer Talente

von Careerplus • 16 September 2016

Online eine Stelle ausschreiben – nichts einfacher als das? Nicht ganz. Wer die richtigen Kandidaten ansprechen will, sollte wissen, wie er sich als Unternehmen präsentieren muss. Mit unseren Tipps geht’s Schritt für Schritt zur professionellen Stellenausschreibung.

Online Stelleninserate schreiben – nichts einfacher als das?Online Stelleninserate schreiben – nichts einfacher als das?

Im Unternehmen ist eine attraktive Stelle frei geworden, und nun flattern die Bewerbungen der Wunschkandidaten nur so ins Haus? Schön wäre es! In manchen Branchen mag das auch ohne grosse Anstrengungen klappen. Wer allerdings gefragte Fachkräfte braucht, wird vielleicht etwas länger suchen müssen.

Doch wie geht man als Arbeitgeber am besten vor?

Trotz Vitamin B, Active Sourcing und Social Media Recruiting die Mehrzahl der Anstellungen kommt noch immer ganz klassisch via Stelleninserat zustande. 91 Prozent aller Kandidaten, die im vergangenen Jahr einen Job gefunden haben, suchten selbst nach einer neuen Stelle. Das Inserat, vor allem das Onlineinserat, nimmt also eine wichtige Rolle im Rekrutierungsprozess ein und ist in vielen Fällen das Erste, was Stellensuchende vom Unternehmen bewusst wahrnehmen. Da lohnt es sich, seine Botschaften genau unter die Lupe zu nehmen, um sicherzustellen, dass man die Richtigen anspricht.

Grundsätzlich müssen folgende Fragen im Unternehmen geklärt und im Inserat beantwortet werden:

Wer wird gesucht?

Die Anforderungen und Aufgaben müssen klar ersichtlich sein und sollten präzise formuliert werden. Welche Computerkenntnisse sind genau gefragt? Welche Persönlichkeit sollte die Person besitzen? Wer Interpretationsspielraum lässt, läuft Gefahr, auch ungeeignete Bewerber anzusprechen Enttäuschungen und unnötiger Zeitaufwand auf beiden Seiten sind garantiert. Zuallererst sollte also ein konkretes Profil erstellt werden. Unbedingt sollte man dabei realistisch bleiben, um die Kandidaten nicht zu verschrecken: Sucht man einen Junior, bringt er ganz sicher keine fünf Jahre Erfahrung mit.

Wer sucht?

Stellenanzeigen sind die Visitenkarten des Unternehmens. Daher sollte die Firma in ein gutes Licht gerückt, der Employer Brand vermittelt werden. Diese Punkte interessieren Bewerber besonders:

Achtung: Übertreibungen kommen schnell ans Licht und wirken eher abschreckend.

Die Firmenpräsentation soll für Bewerber interessant seinDie Firmenpräsentation soll für Bewerber interessant sein

Wie hoch wird die Entlöhnung ausfallen?

Zumindest den Rahmen des Salärs sollte man im Inserat bereits angeben. Dies hat zwei Vorteile: Der Arbeitgeber sorgt von Anfang an für Transparenz. Und: Unter- oder überqualifizierte Kräfte melden sich erst gar nicht. Wichtig zu erwähnen ist übrigens auch, welche Fringe Benefits und Lohnnebenleistungen die Anstellung noch attraktiver machen.

Wenn eine Stelle unbesetzt ist, hat man garantiert den Schreibtisch voller Arbeit. Doch es lohnt sich, Zeit freizuschaufeln, um an der Anzeige zu feilen – nicht zuletzt, damit der passende Kandidat bald übernehmen kann. Damit das Inserat überhaupt Beachtung findet, sollten unnötige Hürden aus dem Weg geräumt werden: Dazu gehören etwa schwer verständliche Schachtelsätze, nichtssagende Floskeln und umständliche Bewerbungswege.

Diese Tipps helfen beim Verfassen des Stelleninserats:

Der Titel

Er wird zuerst gelesen, oftmals entscheidet er darüber, ob der Stellensuchende den Job findet und weiterliest. Der Titel sollte:

Auf dem Boden bleiben

Eine Stellenanzeige ist keine wissenschaftliche Abhandlung. Sie sollte einfach und verständlich formuliert sein und ohne Fachbegriffe oder Fremdwörter auskommen. Auch sollte man konkret formulieren und schwammige Formulierungen weglassen, bei denen man das Gefühl hat, dass sie einfach nur gut klingen.

Das Wichtigste zuerst

Hier gilt eine Regel aus dem Journalismus: Die wichtigen Inhalte sollten zuallererst genannt werden. Liest der Kandidat weiter? Interessiert ihn das Unternehmen? Das Essenzielle geschieht schliesslich in den ersten 8 bis 10 Sekunden. Gleich auf den Punkt kommen lautet daher die Devise.

Hauptsächliches in den Hauptsatz

… und nicht in den Nebensatz stellen.

«Wir suchen …»

Aktive Formulierungen wirken ansprechender als passive. Statt: «Zur Verstärkung wird ein Mitarbeiter gesucht», lieber schreiben: «Zur Verstärkung suchen wir einen Mitarbeiter».

1, 2, 3 ...

Sosehr man sich als Arbeitgeber auch Durchhaltevermögen wünscht – die Stellenanzeige ist der falsche Ort, dies auf die Probe zu stellen. Sie sollte schnell erfassbar sein. Statt langer Fliesstexte sind Aufzählungen ideal. Schliesslich werden viele Stellenanzeigen auch morgens im Zug oder Tram auf dem Smartphone gelesen. Fünf bis acht Aufzählungspunkte reichen. Das Wichtigste kommt wie immer: zuerst. Bewährt hat sich übrigens die Aufteilung:

Klare und präzise InhalteKlare und präzise Inhalte

Aussieben

Wer seine Stellenausschreibung verfasst hat, sollte sich nochmals die Brille der Bewerber aufsetzen und Wort für Wort aussieben: Ist jede einzelne Information wichtig? Finde ich Wiederholungen und Selbstverständlichkeiten? Habe ich mich zu Floskeln hinreissen lassen? Dann heisst es: kürzen, kürzen, kürzen.

Ab die Post!

Die Kandidaten sollen mehrere Möglichkeiten haben, sich zu bewerben. Am beliebtesten ist die Bewerbung per E-Mail, gefolgt von der klassischen Papierbewerbung. Doch auch neuere Formen wie die Bewerbung per Social Media oder One-Click-Bewerbungen sind im Kommen.

Und so sieht eine sinnvolle Struktur eines Inserats aus:

Eine sinnvolle Struktur ist wichtig.Eine sinnvolle Struktur ist wichtig.

Weitere Tipps für Ihre Onlinestellenanzeige finden Sie im aktuellen White Paper «Klick und Volltreffer».

 

Bleiben Sie dran! Lesen Sie an dieser Stelle in zwei Wochen, wie Ihr Inserat durch Suchmaschinen wie Google besser gefunden wird.

September 2016

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